Dienstag, 13. September 2016

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Länger "Grün" auf Knopfdruck


Aktueller Fußgänger-Überweg
Aus vielen Gesprächen mit Anwohner*innen und eigenen Beobachtungen hatten die Mitglieder der AG Barrierefrei den Eindruck gewonnen, dass die Grünphasen für Fußgänger*innen beim Queren der Tarpenbekstraße äußerst knapp bemessen sind. Dies gilt insbesondere für Menschen, die nicht so schnell zu Fuß oder auf Gehhilfen angewiesen sind. Hinzu kommt, dass es sich bei der Fußgängerampel an der Kreuzung Tarpenbekstraße / Martinistraße um eine sogenannte „Bettelampel“ handelt, d.h. die Fußgänger*innen sind gezwungen, ihre Grünphase jedes Mal über einen „Taster“ am Ampelmast extra anzufordern. Andernfalls bleibt ihre Ampel rot, wenn der parallele Autoverkehr anfährt.
"Anforderungstaste"
Bereits im Jahr 2013 hatte die Arbeitsgruppe gegenüber dem zuständigen Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) darauf gedrängt, die Grünzeiten für Fußgänger*innen zu verlängern. Nach einem langwierigen und beharrlichen Schriftwechsel gibt es jetzt eine Erfolgsmeldung. Zum einen wird die Grünphase für Fußgänger*innen künftig automatisch kommen (keine Bettelampel mehr). Zum anderen soll es künftig möglich sein, auf Wunsch die Grünphase zu verlängern. Dies erfolgt durch Betätigung einer sogenannten „Anforderungstaste“, die am Ampelmast angebracht ist. Leuchtet auf dem Display der Taste der Hinweis „Anforderung kommt“ auf, zeigt dies an, dass die Zeit zum Überqueren der Tarpenbekstraße verlängert wird. Nach Auskunft des LBSG wäre dies ein absolutes Novum in Hamburg. Die Umrüstung der Ampel wird voraussichtlich nach Beendigung der Baumaßnahmen rund um die Kreuzung Tarpenbekstraße / Martinistraße erfolgen.


Baustelle Tarpenbek-/Martinistrasse
Somit wird die gefährliche Überquerung dieser Hauptverkehrsader, durch die täglich an die 50 000 Autos durchfahren, auch für diejenigen, die nicht mehr so schnell sind, viel leichter und vor allem stressfreier zu bewältigen sein.
Vielen Dank an dieser Stelle an die AG Barrierefrei für das Engagement. Das beharrliche Bohren hat sich in diesem Fall offensichtlich gelohnt.


Text: Larissa Rode, Wolfgang Hinsch  

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