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Dienstag, 22. Dezember 2015

Adventsgrüße


Liebe Nachbarinnen und Freunde! Am 1. Dezember haben wir ein fröhliches MARTINIerLEBEN-Adventscafé in der Begegnungsstätte Martinistraße gefeiert. Pastor Veit Buttler versetzte uns mit einer kleinen Einführung in weihnachtliche Stimmung und hatte einige Gedichte dabei. Marthe Friedrichs hatte etwas Ringelnatz und vor allem eigene Gedichte und Geschichten dabei und unter Rika Tjakeas Leitung wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen.

Ein schönen Weihnachtsgruß von Marthe dürfen wir hier veröffentlichen.
Wir wünschen allen ein frohes Fest!


Weihnachten – Fest der Gaben,
für jene, die schon alles haben.

Das Tauschgeschäft zum großen Fest,
das keinen ungeschoren lässt:
Man kriegt nur was, wenn man was gibt
von Leuten auch, die man nicht liebt
Und gibt noch mehr als letztes Jahr,
damit man ja nicht geizig war.
Weihnachten, das Fest der Gaben:
Alle woll’n nur haben, haben!
Damit die Menschen Gutes denken,
von dir, MUSST du sie kaufen – schenken!

Wo ist der alte Brauch geblieben,
wo man zu diesem Fest den Lieben,
derer man auch gern gedachte,
einfach ’ne kleine Freude machte?
Zusammensein das Größte war
mit denen, die man gerne sah?
Das Tauschgeschäft? Einfach vergessen!
Zusammen lachen, schwatzen, essen
und wieder mal nicht nur dran denken -
sich und auch anderen ZEIT zu s c h e n k e n!

In diesem Sinne statt ’ner Karte 
denk’ ich an euch und grüß’ euch
Marthe 
©mf  22.12.2014


Marthe gibte es auch hier und hier im Netz.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Janosch-Oscar für das MARTINIerLEBEN NachbarNetz

Unser Weihnachtsgeschenk: Wir haben den Janosch-Oscar bekommen, eine von Janosch gestaltete Siegerurkunde des Bundeswettbewerbs 'Die schönsten Nachbarschafts-Aktionen 2015' des Netzwerks Nachbarschaft. Damit machen wir mit Brief und Siegel "vorbildliche Nachbarschafts-Aktionen mit herausragendem Engagement". Dazu gab es zwei tolle große Spiele vom Sponsor Hans im Glück, die wir bald ausprobieren wollen!
Jippieh!

Dienstag, 11. August 2015

Enkeltrick und Einbruch – der Bürger ist nicht machtlos

Anfang August hat eine Stadtteilzeitung gemeldet „Rentner fällt auf Enkeltrick herein.“
Und als ob sich die Betrüger mit unserem Verein MARTINIerLEBEN abgesprochen hätten: Am 04.08.2015 war der Bürgernahe Beamte Wilm Böwig zu Gast im NachbarNetzCafé, um über dieses Thema zu referieren. Neben der Enkel-Nummer informierte der Polizeihauptkommissar auch über Wohnungseinbrüche – und wie man sich davor schützen kann. Hans Loose sprach mit unserem Stadtteilpolizisten.

Herr Böwig, Unbekannte haben einen Rentner in der Nissenstraße um mehrere 1000 Euro betrogen. Was war da los?
Gegen 18 Uhr hatte das Telefon bei dem älteren Herrn geklingelt. Eine Frau gab sich als Bekannte aus. Sie sei in finanzieller Notlage und flehte ihn um Geld an. Der Rentner dachte, es handele sich um eine alte Freundin und wollte helfen. Er ging daraufhin zu seiner Bank und holte Geld aus dem Automaten. Nur 40 Minuten später klingelte ein angeblicher Notar an seiner Tür. Der Komplize der falschen Freundin stellte eine Quittung aus und nahm das Geld in Empfang. Vergeblich versuchte der Betrogene anschließend, seine Freundin zu erreichen. Erst unsere Kollegen, die er schließlich informierte, konnten mit der Frau Kontakt aufnehmen. Die Dame wusste von nichts. Der Rentner war bis zum Schluss fest der Meinung, dass es sich bei der Anruferin um seine Bekannte gehandelt haben muss.

Nun ist der sogenannte Enkeltrick ja nicht neu. Dennoch gelingt es Betrügern mit immer neuen Varianten, vor allem ältere Menschen über den Tisch zu ziehen. Wie kommen die Betrüger denn an die Telefonnummern ihrer Opfer?
Die Täter suchen im Telefonbuch nach alten deutschen Namen: Anne, Heidi, Hartmut waren vor 50 bis 60 Jahren sehr verbreitet. Auf unserer Wache in der Troplowitzstraße 3 halten wir Formulare bereit, mit denen man bei der Telekom und anderen Anbietern die Abkürzung des Vornamens im Telefonbuch beantragen kann.

Und wenn dann doch mal ein Mensch bei mir anruft, bei dem ich vermute, dass er böse Absichten hat, was soll ich dann tun?
Wenn Sie Argwohn hegen, legen Sie sofort auf! Wenn Sie es sich zutrauen, spielen Sie das Spiel mit. Wenn Sie nicht einfach auflegen wollen, kündigen Sie an, das Geld von der Bank holen zu müssen. Dann sollten Sie unbedingt mit der Dienststelle für Trickdiebstahl (LKA 43) unter Tel. (040) 428 6 – 74303 die nächsten Schritte absprechen.

Manchmal helfen ja auch Bankangestellte, einen älteren Menschen vor Betrug zu schützen.
Bankbetrüger sind sehr pfiffig. Unser LKA 433 schult deshalb regelmäßig Bankmitarbeiter, damit diese gegebenenfalls die Polizei alarmieren, wenn Ihnen ein Vorgang verdächtig erscheint.

Das zweite Thema des NachbarNetzCafés waren die häufigen Wohnungseinbrüche. Wie kann der Bürger sich hier schützen?
Einbrüche erfolgen vor allem in den oberen Etagen. Dort werden Diebe wenig gestört. Ihr Komplize kann schon beim Aufhebeln oder -brechen der Wohnungstür überprüfen, ob sich jemand im Treppenhaus von unten nähert. Schutz vor Einbrüchen bieten Quer- und vor allem Längsriegel. Ist das Eindringen in die Wohnung zu kompliziert, lässt der Einbrecher gern davon ab. Der Bürger sollte jedoch auch darauf achten, dass keine Leiter hinter dem Haus im Hof steht. Ungenutzte Leitern sollten immer angekettet sein. Gegebenenfalls müssen Sie den Vermieter um Unterstützung bitten.

Besonders beliebt bei Einbrechern sind offenbar ebenfalls Erdgeschoss-Wohnungen.
Diese werden überwiegend von außen angegangen. Auch dort sollten Sie es den Eindringlingen möglichst schwer machen. Fenster sollten beim Verlassen der Wohnung nicht auf Kipp stehen und außerdem abgeschlossen werden. Außerdem: Pflastern Sie Ihren Balkon nicht so sehr mit Balkonpflanzen. Sie bieten Einbrechern eine hervorragende Deckung vor Blicken von außen. 

Einbrecher wenden in letzter Zeit neue Hilfsmittel an, um in Häuser und Wohnungen zu kommen. Dazu sollen unter anderem Plastikflaschen dienen.
Die Flippermethode (eine aufgeschnittene Flasche) ist eine Methode, wie Sie sie vielleicht aus dem Fernsehen mit den Kreditkarten kennen. Es wird versucht, die Falle im Türschloss zurückzudrücken, sodass die Tür aufspringt. Diese Methode funktioniert allerdings nur dann, wenn die Tür ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen wurde.

Dann gibt es ja noch den Trick mit den Plastikklemmen.
Diesen Trick wenden Einbrecher gerne an, um zu überprüfen, ob Haus oder Wohnung unbewohnt sind bzw. die Bewohner sich im Urlaub befinden. Schmale Pastikstreifen, etwa 8 cm lang, werden dabei in U form gebogen und zwischen Eingangstür und Rahmen gezwängt. Einige Tage später kommt der Späher erneut vorbei. Sind die Plastikklemmen heruntergefallen oder verschwunden, war jemand in der Wohnung. Klemmen Sie noch an gleicher Stelle, kann der Einbruch verübt werden

So sieht ein echter Polizeiausweis aus.
Was kann ich als Nachbar tun, um Einbrüche möglichst zu verhindern?
Gute Nachbarschaft ist wichtig! Öffnen Sie über die Gegensprechanlage nur Bekannten die Haustür. Und wenn der Postmann klingelt, schauen Sie, ob wirklich nur er ins Gebäude kommt. Wenn Sie Unbekannte im Treppenhaus treffen, sprechen Sie sie an. Fragen Sie, zu wem sie wollen. Sollte Ihnen Personen verdächtig erscheinen, scheuen Sie sich nicht, den kostenlosen Polizeinotruf 110 zu wählen. Den Kampf gegen Wohnungseinbrüche hat die Hamburger Polizei zu Ihrem Hauptauftrag in der Kriminalitätsbekämpfung gemacht.

Was kann ich tun, wenn ich mehr wissen will, um Betrug oder Einbruch zu verhindern?
Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter http://www.hamburg.de/polizei/kriminalpraevention/
Sie können auch einen Termin mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Caffamacherreihe 4 vereinbaren. Die Rufnummer: (040) 428 6 – 70777.

Danke, Herr Böwig, für unser Gespräch!
Text und Bilder: Hans Loose

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Café-Projekt - erster Termin Donnerstag, 31.10. um 15 Uhr

Foto: Bürgerhäuschen Eppendorf e.V.
Unsere Zusammenarbeit mit dem Verein Bürgerhäuschen Eppendorf soll weitergehen. Der Verein, der sich um Erhalt und Nutzung des hübschen ehemaligen Toilettenhäuschens im Eppendorfer Park kümmert, bietet uns die Räumlichkeiten für ein regelmäßges öffentliches Café-Angebot im Bürgerhäuschen am Donnerstag von 15 - 17 Uhr (in den Wintermonaten findet es in der Vaterstädtischen Stiftung in der Schedestr. 2 statt).
Für die Entwicklung und Durchführung dieses Projekts ist eine eigenständige Organisationsgruppe nötig. Ideen sind bisher: Handarbeitscafé / Repair-Café / Selbermach-Café.

Ein erster Termin für alle Interessierten - ob zum Mitmachen oder nur zum zum Gucken und Kaffeetrinken - wird am Do, 31.10. von 15 bis 17 Uhr im Bürgerhäuschen von Ute Plätzer angeboten. Wer an dem Termin nicht kann, grundsätzlich aber Interesse an einer Mitarbeit hat, kann über das MARTINIerLEBEN Quartiersbüro Kontakt aufnehmen.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Bürgerbeteiligung - so geht das!

Heidemarie Lange
(Foto: Hülya Souk)
Am 2.7.13 war Heidemarie Lange als Gast im MARTINIerLEBEN-NachbarNetzCafé und berichtete von den vielen Aktivitäten, die sie in Angriff genommen hat, seit sie in Rente ging. Sie begann damit, in Schulen regelmäßig vorzulesen, was ihr nach wie vor große Freude macht. Ein Büchercafé, das sie zu den Anfangszeiten von MARTINIerLEBEN im Schwesternheim Bethanien mit anderen einrichtete, wurde leider so wenig genutzt, dass es wieder geschlossen wurde - bei Rückschlägen fragt sie sich, woran es gelegen haben könnte, und dann versucht sie etwas Neues.
Besonders engagiert war Heidemarie von Beginn an in der Arbeitsgruppe Barrierefrei (anfangs AG Wohnumfeld), die inzwischen große Erfolge vorweisen kann, was man im MARTINIerLEBEN-Newsletter (und demnäch auch hier im Blog) nachlesen kann.

Ihre Erfahrung ist: man muss geduldig, freundlich und beharrlich bleiben - besonders im Umgang mit Behörden -, dann kann man nach und nach eine Menge bewirken. Von Vorteil ist es, in einer Gruppe zu arbeiten. Die AG Barrierefrei hat einen festen Termin im Monat, und die verschiedenen Charaktere der Mitmacher mit ihren unterschiedlichen Ideen und Herangehensweisen ergänzen sich gut. Man kann Aufgaben verteilen und muss nicht alles allein im Auge und im Griff behalten. Ebenfalls nützlich ist ein mehr oder weniger offizielles Sprachrohr wie bei uns das MARTINIerLEBEN Quartiersbüro, aber auch als einzelne Bürgerin kann man durchaus bei entsprechenden Behördenstellen anrufen und Verbesserungsvorschläge machen.


Das nächste NachbarNetzCafé findet am Dienstag, dem 6.8. wieder von 15 - 17 Uhr in der Begegnungsstätte Martinistr. 33 statt.