MARTINIerLEBEN hatte am 31. Oktober erneut zum Repair-Café Eppendorf geladen. Bereits zum 6ten Mal wurde im großen Saal des Kulturhauses Eppendorf nachmittags gebohrt, geschnitten, genäht und geschraubt. Bei herbstlichem Wetter waren die Besucherinnen und Besucher keineswegs nur aus dem Stadtteil gekommen, eine ältere Dame sogar per Fahrrad aus Hummelsbüttel.
Im Gepäck hatten die Gäste Diverses, was irgendwie nicht mehr funktionierte. So rückte Rosi Sobiech mit ihrer 14 Jahre alten Brotschneidemaschine an. An der Sollbruchstelle hatte das Kabel schlappgemacht. Helmut Treffler, Techniker, wie die anderen Helferinnen und Helfer ehrenamtlich im Einsatz, konnte das Kabel kürzen, neu anschließen und dem Schneidewerkzeug wieder zu Saft verhelfen.
Unterdessen bemühte sich Ernst Irion, einen 32 Jahre alten Sony Kassettenplayer wieder zum Leben zu erwecken. Schließlich sind Musikkassetten wieder voll im Trend. Nach kurzer Funktionsprüfung und einigen Tropfen Spiritus funktionierte der Vorlauf wieder, wenn auch zunächst nur mit Knattern.
Hilfe zur Selbsthilfe (dem Motto des Repair-Cafés entsprechend) leistete derweil Ute Plätzer. Sie half einer Besucherin, ihren liebgewonnenen blauen Rock zu kürzen. Wichtig ist dabei auch, so erfuhr der Reporter, vorher zu klären, ob der Rock mit niedrigen oder hohen Absätzen getragen werden soll. Ute fixierte den Saum am Rock, anschließend setzte sich ihre Ratsuchende zu Haus an die Nähmaschine.
Während Viktor Ehlers sich über einen gut erhaltenen Diabetrachter her machte – der Schlitten klemmte -, war Thomas ebenfalls in der Elektroabteilung aktiv. Ilona Neckermann hatte ihm ihren High-Tech-Radiowecker präsentiert -ausgestattet mit an die 15 Tasten und Einstellschrauben und erst vier Jahre alt. Das Radio funktionierte, nicht aber das Nachtlicht. Professionell nahm Thomas ebenfalls eine Funktionsprüfung vor, mutmaßte, dass eventuell der Sensor kaputt sei. Doch da wollte er sich nicht ranmachen. Er schlug Frau Neckermann vor, ihren Fachhändler aufzusuchen.
Auf der Bühne drehte sich alles ums Rad. Eine ‚Kundin’ war Anja Messerschmidt: Seit sechs Jahren hatte sie ihren Drahtesel vor der Tür geparkt. Der Alu-Rahmen war gut erhalten, doch das Rücklicht hatte seinen Geist aufgegeben. Schnell hatte Sebastian Schuppa die Ursache gefunden: Die Verbindung des Kabels zum Dynamo war gestört. Schon nach wenigen Handgriffen ging dem Hinterrad ein Licht auf.
Fast 70 BesucherInnen hat Organisatorin Elisabeth Kammer an diesem Nachmittag gezählt, 17 HelferInnen trugen zum Erfolg bei. Nach drei Stunden unermüdlicher Arbeit war Feierabend. Doch das nächste Repair-Café kommt bestimmt, nämlich am
16. Januar 2016, wieder von 14 – 17 Uhr, Reparaturannahme bis ca. 16:30 Uhr.
Fragen beantwortet Elisabeth Kammer unter Tel. 040 - 46 77 93 25, E-Mail: info@martinierleben.de
Text & Bilder: Hans Loose
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Donnerstag, 5. November 2015
Mittwoch, 20. Mai 2015
Viel Engagement und ein finanzieller Hilferuf
Ein Bericht von der Ideen- und Planungswerkstatt am 25. April 2015
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| bald mehr Generationenübergreifendes? |
Mit einer Vorstellungsrunde ging es los, gefolgt von ‚Berichten aus der Wirklichkeit‘:
Welche Erfahrungen habt Ihr mit MARTINIerLEBEN gemacht, was gefällt Euch (nicht so) gut?
Diese Fragen hatte der Vorstand mehreren Kooperationspartnern gestellt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, allerdings verbunden mit dem Wunsch nach mehr Präsenz im Stadtteil und mehr generationenübergreifenden Aktivitäten.
Klaus Kolb lieferte zum Einstieg eine Zustands-Beschreibung: Im ehemaligen Krankhaus Bethanien hat der Umbau begonnen. Nicht nur 90 Sozialwohnungen soll es dort künftig geben, sondern auch das neue Kulturzentrum Martini44, künftig Heimat u. a. für das Kulturhaus Eppendorf und das Quartiersbüro von MARTINIerLEBEN. Derzeit wird die historische Fassade in der Martinistraße gesichert, damit das Gebäude dahinter neu gebaut werden kann. Ende 2017 soll der Neubau fertig sein.
Unterdessen geht auch der Neubau der Bethanienhöfe gegenüber in die Endrunde (Träger: Bethanien Diakonisse-Stiftung): Im Juli ziehen die Schwestern ein, im August die ersten Bewohnerinnen und Bewohner.
Schließlich gab Klaus ein Rückblick auf die bisherigen Ideen- und Planungswerkstätten. „Sechs neue Aktivitäten sind 2014 entstanden“, berichtete er. Im NachbarNetzCafé, im Repair-Café, in der Eppendorfer Masche und beim Schenkvernügen gibt es vielfältige Mitmach-Möglichkeiten, daneben im schon älteren Singen für Jung und Alt, der AG Barrierefrei sowie (ganz neu) in der Computer-Schule.
Uli Thomas betrachtete anschließend unseren Verein von höherer Warte. Der Kita-Chor gemeinsam mit den älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sei ein „echter Glückstreffer“, ein wunderbares Beispiel für unser Motto „Gemeinsam in Eppendorf“. Allerdings räumte der Pastor ein, traditionelles und unbefristetes Ehrenamt sei „ein Auslaufmodell“, das fast nur noch von der Generation 50plus hochgehalten werde. Der Trend gehe zur Arbeit in Projekten, verbunden mit individuellem Lustgewinn.
Elisabeth Kammer vom MARTINIerLEBEN Quartiersbüro wies auf einen geplanten Stadtführer für Eppendorf hin - als Gemeinschaftsprojekt von Konfirmanden und AG Barrierefrei geplant. Ein Antrag auf Förderung durch die Robert Bosch-Stiftung ist gestellt. In diesem Plan sollen unter anderem Betriebe und Geschäfte genannt werden, die ihre Zugänge barrierefrei gestalten.
Nach kurzer Tee- und Kaffeepause begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen ihren Gedanken freien Lauf zu lassen – und diese anschließend zu sammeln. Elisabeth Kammer scharte um sich an generationenübergreifenden Projekten Interessierte. Beispiele: Projektarbeit mit Schulklassen, Hausaufgabenbetreuung durch Ältere oder auch Krabbelgruppen in einem Forum von Jungfamilien.
Rika Tjakeas Gruppe warf kritische Blicke auf die Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Plakate und den Internet-Auftritt. Nachgedacht wurde u. a. über ein geändertes Logo für den Verein, Bilder mit älteren und jungen Menschen und ein praktischeres Format für den Newsletter.
Klaus Kolb schließlich versammelte Zahleninteressierte um sich und versuchte Antworten zu finden auf die Fragen, was braucht, hat und fehlt MARTINIerLEBEN? Wichtigstes Ergebnis: MARTINIerLEBEN braucht Geld. Der Verein sollte einen finanziellen Hilferuf hinausposaunen - wo immer Mitglieder mit Leuten im Quartier, in Behörden und Stiftungen zu tun haben. Und unsere Erfolge sollten besser kommuniziert, die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen gesucht werden.
Text und Bilder: Hans Loose
Mittwoch, 17. April 2013
Puppenbau-Workshop beim Hamburger Puppentheater
| Von Mäusen und Menschen |
Mit sechs Personen waren wir beim Puppenbauworkshop im Hamburger Puppentheater im Haus Flachsland. Der Leiter Peter Räcker und seine Kollegin zeigten uns, wie man innerhalb von zwei Stunden eine spielbare Handpuppe herstellt. Angeregt worden war der Workshop auf der Ideen- und Planungswerkstatt von MARTINIerLEBEN vom Februar, auf der unter anderem ein generationenübergreifendes Projekt mit Puppenbau in Schulen in der Diskussion war.
In meditativer Schnipselarbeit formten wir aus Schaumstoffwürfeln (mehr oder weniger) runde Köpfe, die dann mit Nasen, Ohren, Augen, Mündern, Schnurrhaaren und Frisuren versehen wurden. Die Möglichkeiten waren nahezu unbegrenzt - für jeden Gestaltungswunsch zog Peter Räcker passende Materialien aus dem Hut bzw. Schrank.
Lust auf Puppenbau und -spiel bekommen? Man kann eine Honorarkraft mieten, die in eine Gruppe (oder auf ein Fest) kommt und alle anleitet, ihre eigene Puppe zu bauen.
Dienstags gibt es die Puppen- und Figurenwerkstatt im Haus Flachsland, in der man eigene Puppen bauen kann (Kosten € 10,-). Und es gibt natürlich viele schöne Stücke anzusehen im Puppentheater.
Vielen Dank an Ute Plätzer für die Fotos.
| Miss Piggy |
| noch ein Schweinchen |
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| Peter Räcker mit Klappmaulpuppe |
| vorbereitete Beispiele |
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| elegante Katze |
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