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Donnerstag, 25. Januar 2018

Repair-Café bei HH-Tipps.de



Das Repair-Café letzte Woche war wieder sehr gut besucht. Sechzig Menschen hatten Dinge zum Reparieren mitgebracht und wurden von 24 freiwilligen Helfer*innen und eherenamtlichen Reparaturprofis in Empfang genommen. Zwei Dutzend Gäste waren einfach so gekommen. Ob das an der Philadelphia-Torte lag?



Vielen Dank an Ralf Biemann vom Stadtportal HH-tipps.de, der einen sehr schönen Bericht darüber verfasst hat mit vielen Bildern, die etwas von der Atmo wiedergeben.




Repair Café in Hamburg-Eppendorf
Alle 3 Monate ist das Repair-Café zu Gast im Kulturhaus Eppendorf. Von 14 bis 17 Uhr bringen können die Besucherinnen und Besucher ihre kaputten Geräte mitbringen. Es funktioniert ganz einfach: Man meldet sich am Empfang an, füllt einen Bogen aus und wird dann einen der ehrenamtlichen  Technikern, Monteuren oder Helfer zugeteilt. Nun heißt es etwas warten, bis man an der Reihe ist.
Hierzu bietet sich das Café an. Leckeren und selbst gebackener Kuchen und dazu ein Getränk und schon wird es gemütlich.
Hier weiterlesen…

 

Dienstag, 19. Januar 2016

Künstlerische Aktionen im Martini-Quartier

Studierende wollen Schwung in das
nachbarschaftliche Leben bringen
Das soziale und kulturelle Leben im Quartier zwischen Martinistraße, Tarpenbekstraße und UKE ist vielfältig. Zum Beispiel das Kulturhaus Eppendorf ist Knotenpunkt vielfältiger Aktivitäten. Dem steht das andere Quartiersleben vieler älterer Bewohner gegenüber, das fast nur hinter Mauern stattfindet – in Einrichtungen und Wohnstiften. Spaziert man durch die Schede- und Frickestraße, blickt man auf ehrwürdige alte Fassaden, die historischen Charme ausstrahlen, leider aber oft mit Verschlossenheit und Exklusion einhergehen. Im Martini-Quartier gibt es mehr Single-Haushalte mit alleinstehenden älteren Menschen als irgendwo sonst in Hamburg.

Der Verein MARTINIerLEBEN hat sich zur Aufgabe gemacht, das soziale Leben im Quartier zu beleben. Die Menschen sollen hier generationsübergreifend zusammenleben und ihre persönlichen Begabungen in kreativer Weise entfalten können. Ein solcher Lebensraum ist sogar gesundheitsfördernd. Er bietet zudem Raum zur Fürsorge für kranke und alte Menschen, Kindern und Familien, unabhängig von professioneller Hilfe.

Jetzt erhält MARTINIerLEBEN Unterstützung künstlerischer Art durch Studierende des Studiengangs Expressive Arts in Social Transformation an der MSH Medical School Hamburg. Eng abgestimmt mit den Bedürfnissen der Bewohner des Martini-Viertels werden die Studierenden in den kommenden Wochen Nachbarschaft, Intergenerativität und Individualität erlebbar machen. Eine Serie künstlerischer Aktionen bringt die besondere intermediale Qualität des Studiengangs mitten ins städtische Leben: Straßentheater, Fotografie, Poesie und Performance. Thematisiert wird: Isolation, Barrieren und die Potentiale von Begegnung und Interaktion. Auch der Umbau des ehemaligen Bethanienkrankenhauses zum sozialen und kulturellen Zentrum Martini44 soll genutzt werden. Ihren Höhepunkt finden die Aktionen im großen Kunstevent Kunstklink 2016, das am 18. und 19. Juni im Quartier stattfinden wird.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Janosch-Oscar für das MARTINIerLEBEN NachbarNetz

Unser Weihnachtsgeschenk: Wir haben den Janosch-Oscar bekommen, eine von Janosch gestaltete Siegerurkunde des Bundeswettbewerbs 'Die schönsten Nachbarschafts-Aktionen 2015' des Netzwerks Nachbarschaft. Damit machen wir mit Brief und Siegel "vorbildliche Nachbarschafts-Aktionen mit herausragendem Engagement". Dazu gab es zwei tolle große Spiele vom Sponsor Hans im Glück, die wir bald ausprobieren wollen!
Jippieh!

Mittwoch, 20. Mai 2015

Viel Engagement und ein finanzieller Hilferuf

Ein Bericht von der Ideen- und Planungswerkstatt am 25. April 2015

bald mehr
Generationenübergreifendes?
Uli Thomas, Pastor von St. Martinus, hatte den rund 30 Werkstatt-Besucherinnen und Besucher zu Beginn einen wonnevollen Samstag gewünscht. Gemeinsam wurden Vorschläge für zukünftige Aktivitäten des Vereins gesammelt, in entspannter Atmosphäre mit einem Schlag Ingwer-Möhrensuppe als Zugabe. Problem wird nun sein, aus dem bunten Strauß voller Vorschläge die machbaren herauszuziehen.

Mit einer Vorstellungsrunde ging es los, gefolgt von ‚Berichten aus der Wirklichkeit‘:
Welche Erfahrungen habt Ihr mit MARTINIerLEBEN gemacht, was gefällt Euch (nicht so) gut?
Diese Fragen hatte der Vorstand mehreren Kooperationspartnern gestellt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, allerdings verbunden mit dem Wunsch nach mehr Präsenz im Stadtteil und mehr generationenübergreifenden Aktivitäten.

Klaus Kolb lieferte zum Einstieg eine Zustands-Beschreibung: Im ehemaligen Krankhaus Bethanien hat der Umbau begonnen. Nicht nur 90 Sozialwohnungen soll es dort künftig geben, sondern auch das neue Kulturzentrum Martini44, künftig Heimat u. a. für das Kulturhaus Eppendorf und das Quartiersbüro von MARTINIerLEBEN. Derzeit wird die historische Fassade in der Martinistraße gesichert, damit das Gebäude dahinter neu gebaut werden kann. Ende 2017 soll der Neubau fertig sein.

Unterdessen geht auch der Neubau der Bethanienhöfe gegenüber in die Endrunde (Träger: Bethanien Diakonisse-Stiftung): Im Juli ziehen die Schwestern ein, im August die ersten Bewohnerinnen und Bewohner. 

Schließlich gab Klaus ein Rückblick auf die bisherigen Ideen- und Planungswerkstätten. „Sechs neue Aktivitäten sind 2014 entstanden“, berichtete er. Im NachbarNetzCafé, im Repair-Café, in der Eppendorfer Masche und beim Schenkvernügen gibt es vielfältige Mitmach-Möglichkeiten, daneben im schon älteren Singen für Jung und Alt, der AG Barrierefrei sowie (ganz neu) in der Computer-Schule.

Uli Thomas betrachtete anschließend unseren Verein von höherer Warte. Der Kita-Chor gemeinsam mit den älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sei ein „echter Glückstreffer“, ein wunderbares Beispiel für unser Motto „Gemeinsam in Eppendorf“. Allerdings räumte der Pastor ein, traditionelles und unbefristetes Ehrenamt sei „ein Auslaufmodell“, das fast nur noch von der Generation 50plus hochgehalten werde. Der Trend gehe zur Arbeit in Projekten, verbunden mit individuellem Lustgewinn.

Elisabeth Kammer vom MARTINIerLEBEN Quartiersbüro wies auf einen geplanten Stadtführer für Eppendorf hin - als Gemeinschaftsprojekt von Konfirmanden und AG Barrierefrei geplant. Ein Antrag auf Förderung durch die Robert Bosch-Stiftung ist gestellt. In diesem Plan sollen unter anderem Betriebe und Geschäfte genannt werden, die ihre Zugänge barrierefrei gestalten.

Nach kurzer Tee- und Kaffeepause begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen ihren Gedanken freien Lauf zu lassen – und diese anschließend zu sammeln. Elisabeth Kammer scharte um sich an generationenübergreifenden Projekten Interessierte. Beispiele: Projektarbeit mit Schulklassen, Hausaufgabenbetreuung durch Ältere oder auch Krabbelgruppen in einem Forum von Jungfamilien.

Rika Tjakeas Gruppe warf kritische Blicke auf die Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Plakate und den Internet-Auftritt. Nachgedacht wurde u. a. über ein geändertes Logo für den Verein, Bilder mit älteren und jungen Menschen und ein praktischeres Format für den Newsletter.

Klaus Kolb schließlich versammelte Zahleninteressierte um sich und versuchte Antworten zu finden auf die Fragen, was braucht, hat und fehlt MARTINIerLEBEN? Wichtigstes Ergebnis: MARTINIerLEBEN braucht Geld. Der Verein sollte einen finanziellen Hilferuf hinausposaunen - wo immer Mitglieder mit Leuten im Quartier, in Behörden und Stiftungen zu tun haben. Und unsere Erfolge sollten besser kommuniziert, die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen gesucht werden. 

Text und Bilder: Hans Loose

Dienstag, 10. Februar 2015

K-D von Krug lebt Nachbarschaft

Dienstag kurz nach 10. In Raum 4 des Kulturhauses Eppendorf hat Kurt-Dieter von Krug (bei den meisten Mitgliedern von MARTINIerLEBEN kurz ‚K-D‘ genannt) das kleine Quartiersbüro aufgebaut, in dem er jede Woche einen Vormittag lang mitarbeitet. Vor ihm stehen PC-Monitor, Laptop sowie zahlreiche Broschüren. Der Drucker ist im Regal versteckt, das Büro-Material stammt aus dem schwarzen Ordnerschrank. „Wir bereiten derzeit das nächste NachbarNetzCafé vor", erklärt K-D. Klaus aus dem Kulturhaus-Büro nebenan berichtet, wer sich zwischenzeitlich gemeldet hat und was zu tun ist. K-D fragt Elisabeth Kammer, die Hauptverantwortliche im Quartiersbüro, ob genug Kuchen mitgebracht wird. Angebote nimmt der Verein immer gern entgegen. Heute sollen noch 500 Einladungen per Email für die monatliche Kaffee-Tafelrunde verschickt werden. Der Hüter der Adresslisten hält seine Übersicht auch von zu Hause aus aktuell; ein kostenloser Speicher im Internet - die Dropbox – macht‘s möglich.

Der 75jährige frühere Wirtschaftsingenieur verwaltete nicht nur die Mitglieder - unterstützt von Klaus Kolb -, er ist auch als Frontmann im Einsatz. So erschien K-D vergangenes Jahr bei der großen Wochenend-Veranstaltung Kunstklinik im ehemaligen Krankenhaus Bethanien als Notarzt verkleidet. „Ich war der Handyman“, lacht er. Ausgestattet mit Werkzeug- statt Arztkoffer verlegte er Kabel, tauchte die Kunstobjekte ins rechte Licht, öffnete verschlossene Türen, sorgte für Absperrungen und vieles mehr.

Seit vier Jahren mischt Kurt-Dieter im Verein MARTINIerLEBEN mit. Einer Ideen- und Planungswerkstatt galt sein erster Besuch. Damals stellten unter anderem die Betreiber der künftigen Bethanienhöfe ihr Projekt vor. K-D träumte vom preiswerten Altersruhesitz mit seiner Frau in dieser dynamischen Nachbarschaft. Der jährlichen Ideen- und Planungswerkstatt als Schmiede neuer Vereinsaktivitäten ist er danach treu geblieben.

Zu diesen Aktivitäten gehört auch das NachbarNetzCafé - mit Vortragsgästen z. B. von ‚Kultur im Koffer‘ oder aus der bezirklichen Seniorenberatung. K-D pflegt darüberhinaus die NachbarNetz-Kontaktliste: Im Newsletter gedruckt und online im NachbarNetz-Blog gibt es nachbarschaftliche Anzeigen unter den Überschriften ‚biete/suche/gemeinsam aktiv‘. Er bringt Anbieter und Nachfragende zusammen. Es gibt einige Ladenhüter, Nachfragen, auf die niemand reagiert. „Nach einem Vierteljahr werden die Einträge gelöscht", sagt K-D. Schön fände er, wenn häufiger Rückmeldungen kämen, was aus den Kontakten geworden ist.

‚Generationen gemeinsam in Eppendorf‘- so lautet das Motto unseres Vereins. K-D trägt dazu bei, es umzusetzen. Vier Abende ‚Kochen für Jung und Alt‘ hat er bereits mit Konfirmanden der Martini-Gemeinde und Pastor Thomas durchgeführt. Bereits das fünfte Repair-Café in Eppendorf organisiert er derzeit gemeinsam mit Elisabeth Kammer. Doch damit nicht genug: Als Drahtesel-Fan lässt er es sich nicht nehmen, mit den Besuchern selbst kleine Fahrrad-Reparaturen vorzunehmen. „Ich habe viel Spaß am Ehrenamt", berichtet der Vater von zwei Söhnen, „es kommt auch viel zurück.“

Nach drei Stunden verstaut er die technischen Geräte an sicheren Orten und schließt sein kleines Büro. Bevor K-D zu seiner Frau zum Mittagessen geht, wird er erst noch als Medienbote aktiv: Eine ältere gehbehinderte Dame in der Nachbarschaft hat ein Buch aus der Leihbücherei bestellt. Der umtriebige K-D von Krug gibt den Lesestoff nicht nur ab, er hält auch noch ein kleines Schwätzchen mit der alten Dame.

Text und Bilder: Hans Loose 

Noch ein Angebot von K-D von Krug:
Unterstützung bei Bedienungs- und Softwarefragen am Computer
Auf Wunsch auch Einführung in die Benutzung der NachbarNetz-Homepage.
Termin-Vereinbarung über das MARTINIerLEBEN Quartiersbüro: Tel. 040 / 46 77 93 25, info@martinierleben.de
Um eine Spende ab € 5,- pro Stunde wird gebeten. 

MARTINIerLEBEN Quartiersbüro
im Kulturhaus Eppendorf
Julius-Reincke-Stieg 13a
20251 Hamburg
Tel. 040 / 46 77 93 25, info@martinierleben.de

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung

Dienstag, 9. Dezember 2014

Kochprojekt 1.0

Es begann mit Orangen-Möhren-Ingwer Suppe und Blumenkohl-Kartoffel-Curry leicht und locker und endete beschwingt mit Lachsquiche und Wok-Gemüse. Die Rezepte brachten die Beteiligten dieses generationenübergreifenden ‚Pilot-Projekts’ mit und dazu jeweils eine persönliche Geschichte, die nachher beim Essen vorgetragen wurde.

Desserts und neue Beilagen tauchten ebenso ‚aus dem Nichts’ auf wie neue Teilnehmer. Die Gruppe wuchs noch bis zum letzten Treffen, da fanden sich Vierzehn ein. Einträchtig und hingebungsvoll wurden Massen von Pfifferlingen von 16-, 46- und 76jährigen geputzt, 2 Kilo argentinische Steakhüfte in appetitliche Stücke geschnitten und Schupfnudeln unter Kasselerwürfel und Sauerkraut gemischt.

Drei Generationen fanden sich nicht immer pünktlich um 18 Uhr ein, aber alle fanden schnell eine Aufgabe und am Ende immer einen gemütlichen Platz am Tisch. Ein pünktliches Ende um 21 Uhr gab es auch nie, weil alle Mühe hatten, ein Ende der Gespräche zu finden. Viel zu lachen hatten die Kochenden und Speisenden sowieso.

Ab dem Jahr 2015 soll es mit dem Kochprojekt 2.0 losgehen, das mindestens einmal stattfinden wird.

Uli Thomas, Pastor in St. Martinus, Eppendorf
Fotos: Sabine Burke, K-D von Krug

 

Donnerstag, 27. November 2014

Gabentische der besonderen Art - Schenkvergnügen in Eppendorf

Die Hanseaten werden in diesem Jahr voraussichtlich rund zwei Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft ausgeben. Alle Hamburgerinnen und Hamburger? Nein! Rund 60 Besucherinnen und Besucher haben am 22. November erlebt, dass Schenken glücklich machen kann. Sie waren die Teilnehmer des 3. Schenkvergnügens, das wellYunit in Kooperation mit MARTINIerLEBEN in der Begegnungsstätte Martinistraße 33 veranstaltet. Martina, Kirsten, Conny und Sabine organisieren diese Schenkevents ehrenamtlich. "Bücher und Bekleidung waren die Renner", berichtet Sabine Siehl, die das Team leitet. Daneben erfreuten u. a. Kinderspielzeug, CDs und ein paar Gummistiefel ihre neuen Besitzer - zum Nulltarif.

Das wohl größte Präsent war eine Stereoanlage mit Boxen. "Alles funktioniert", verspricht Schenkerin Sibylle Brockstedt, „bis auf den Verstärker." Während Sibylle einen gebrauchten Wintermantel anprobiert, wird die Anlage zum Objekt der Begierde für Manfred Baumann. Manfred ist schon das zweite Mal hier. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist er angereist, unter dem Arm einen roten Geschenkkarton mit aufgedrucktem Weihnachtsmann. "Darin waren Kerzen, Untersetzer und Duschgel", berichtet der Rentner. Er hatte noch seinen Mantel an, als andere Gäste ihm den Karton bereits aus den Händen gerissen haben. "Ich finde den Schenktreff eine schöne Idee", erklärt der Rahlstedter,
"denn man macht anderen kostenlos eine Freude." Unterdessen drehen Olivea Hensel und Sohn Jahnhoa ihre Runden um die Gabentische der besonderen Art. Jahnhoa ist zwischen kleinen Puppen und dem Quietsche-Entchen hin und hergerissen. Daher stärkt er sich erst einmal mit einem Stück Aprikosenkuchen vom Blech (Kaffee, Tee und Kuchen gibt es gegen Spende.)

Derweil öffnen Bärbel Schröder und ihr Mann Bernd ihren mitgebrachten rot-blauen Jutesack. Heraus purzeln ein Kinderbuch, ein Krimi und zwei Romane. Bärbel betreut in der Woche Demenzkranke in der Begegnungsstätte, heute freut sie sich über das gemeinsame freudige Geben und Nehmen. "Wir leben leider in einer Wegwerfgesellschaft", sagt sie. Bernd ergänzt: "Es macht wirklich Sinn, wenn man schenken kann. Das ist eine tolle Sache."

"Schenken trägt zur Zufriedenheit bei", hat auch Sabine Siehl herausgefunden. Sabine gehört als Gründerin der Glücksplattform wellYunit.com zu den ersten Hamburgerinnen, die eine Schenkveranstaltung ins Leben gerufen haben. Man kann sich etwas Schönes aussuchen, ohne geben zu müssen. Dennoch: "Jedes Mal wird mehr gebracht als genommen." So sind dieses Mal drei große Kartons vorweihnachtlicher Gaben an das CAFÉE mit Herz gegangen. Die Menschen dort sind sehr dankbar, dass sie die Sachen erhalten, die übrigbleiben, wie schon die letzten Male.

Am 29. März 2015 wird in der Martinistraße 33 das nächste ‚Schenkvergnügen‘ stattfinden. Vielleicht hat dann jemand als Gabe auch kleine Taten im Gepäck: ein Gedicht oder ein Stück auf dem Klavier. Von den Teilnehmenden am 22. November hat so manch einer bereits ein paar Weihnachtsgeschenke mit nach Hause genommen – ganz für umsonst und mit einem Lächeln.

Text und Bilder: Manfred Korte

Das Schenkvergnügen Team
Schenkvergnügen
Kooperation von MARTINIerLEBEN und wellyunit

Schenken und sich beschenken lassen: Dinge und Taten, die anderen Freude bereiten. Größere oder sperrigere Sachen kann man fotografieren. Wir behalten uns vor, Dinge abzulehnen, z.B. wenn sie funktionsuntüchtig sind. Was übrig bleibt, schenken wir dem CAFÉE mit Herz in Hamburg-St.Pauli.
Kaffee, Tee und Kuchen gegen Spende. Anmeldung nicht erforderlich. Wir werden versuchen, für alle Geschenke einen Platz zu finden.
Ansprechpartnerin: Sabine Siehl, 42 93 53 66 oder 0173 / 195 99 42, info@wellYunit.com
Eintritt kostenlos. Spenden willkommen für Raum, Orga und Logistik.
Ort: Begegnungsstätte Martinistr. 33

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Es geht wieder los – wir schrauben, was das Zeug hält

Am Samstag, den 11. Oktober von 14 -17 findet im Kulturhaus Eppendorf unser zweites Repair-Café Eppendorf statt.

Foto: Elisabeth Kammer
Die Organisatorin Elisabeth Kammer und wir freiwilligen Helfer haben uns ins Zeug gelegt, um alles noch besser vorzubereiten. Beim Vortreffen haben wir Schwachpunkte der letzten Veranstaltung besprochen und einige Organisationsregeln verbessert, um den Ablauf noch flüssiger zu gestalten.

Foto: Elisabeth Kammer
Ins Repair-Café werden kaputte Gegenstände von zu Hause mitgebracht und – wenn möglich - mit der Hilfe freiwilliger Fachleute repariert. Haushalts- und Gebrauchsgegenstände aller Art können so viel länger halten und müssen nicht beim kleinsten Defekt weggeworfen und neu gekauft werden. Elektrogeräte, Fahrräder, Kleidung, Kleinmöbel, Schmuck, Spielzeug und anderes werden bei uns wieder flott gemacht. Der Eintritt ist frei, über Spenden sind wir aber sehr froh, damit wir Mietkosten, Werkzeug und Materialien bezahlen können.

Foto: Elisabeth Kammer
Wir Reparateure, KuchenbäckerInnen und UnterstützerInnen waren vom Erfolg des ersten Repair-Cafés und den vielen positiven Rückmeldungen sehr begeistert. Das spornt natürlich an, weiter engagiert mit neuen Ideen bei der Sache zu sein. Wir hoffen auf einen neuen erfolgreichen Nachmittag mit vielen zufriedenen BesucherInnen – und wir freuen uns natürlich auch immer wieder auf neue HelferInnen, die ihr Können einbringen wollen oder unsere Besucher mit Kuchen versorgen.

K-D. v. Krug

Dienstag, 12. August 2014

80 BesucherInnen, acht Fachleute und ein Fahrradflüsterer

Elisabeth Kammer von MARTINIerLEBEN (6.v.l.) mit
ihren vielen HelferInnen (Foto: Hülya Souk)
Am 2. August 2014 hatte das Repair-Café von MARTINIerLEBEN erstmals für seine Gäste geöffnet. Neben den neun aktiven Fachleuten sorgten sieben weitere Freiwillige für abwechslungsreiche drei Stunden: Sie organisierten die Einlasskontrolle, verteilten Wartenummern, boten selbstgebackenen Kuchen an und betreuten die Gäste. Der 'Lecker Bäcker' aus der Geschwister-Scholl-Straße trug ebenfalls mit einer Kuchenspende zum leiblichen Wohl bei. Etwa 90 Gäste kamen an diesem Nachmittag und 74 Reparatur-Aufträge gingen an die Fachleute. Viele konnten vor Ort bearbeitet werden. Eine Reportage von Manfred Korte.

K-D v. Krug an einer der beiden
Fahrradstationen (Foto: Hülya Souk)
Beide Fahrradspezialisten haben ihren Arbeitsplatz gleich zu Beginn der Veranstaltung auf den Hof verlegt. So steht Besucherin Heidemarie Göbbel mit ihrem klapprigen Drahtesel bei Fritz Liebig auf der Matte. Gangschaltung und Vorderbremse funktionieren nicht, das Schutzblech des hinteren Rahmens ist defekt. 

Währenddessen treffen drinnen im Saal Menschen mit anderen kaputten Geräten, Schmuck und Kleidungsstücken auf Fachleute. Alle erhoffen sich Hilfe. Wegwerfen? Denkste! lautet das Motto des Repair-Cafés. An kleinen Tischen bedienen die Fachleute ihre Kundschaft. 

An einem der Plätze geht es um Ketten, bei denen das schwächste Glied versagt hat. Christiane Stübing hat ihre hübschen Schätze mitgebracht. Nun sitzt sie bei Miriam Hebner, einer Schmuckdesignerin. "Das breite Armband kann ein Uhrmacher kürzen", erklärt die Fachfrau. Eine Silberkette ist reparierbar, muss aber gelötet werden. Den gerissenen Schmuckdraht, an dem ein Amethyst hängt, kann Miriam vor Ort flicken: Ein kleines Stück Draht aus ihrem Ersatzteilkoffer schafft Verbindung. 

Rudolf Dunsing hilft Iris Wolf, ihren Karren flott
zu kriegen. (Foto: Manfred Korte)
Derweil arbeitet Möbel-Spezialist Rudolf Dunsing an der Achse eine Schubkarre. "Drei Umzüge waren einfach zu viel", berichtet Kundin Iris Wolf. Mit Schraubzwinge, Schrauben und viel Zuspruch gelingt es Rudolf, der früher Chemiker war, nach einiger Zeit den Holm zu stabilisieren. Er bringt die Räder wieder zum Rollen. Anschließend macht er sich an die Halterung. 

"Meine Mutter hat Näherin gelernt", erzählt Eva Wohland, "ich habe mir alles abgeschaut." Im Repair-Café gibt sie ‚Hilfe zu Selbsthilfe’, das ist das Prinzip der Repair-Cafés. Eine Bluse soll enger werden, eine Hose weiter. Eva hilft beim Abstecken, nähen muss die Kundin alleine. Kostenlos erhält Sie jede Menge praktischer Vorschläge. 

Sebastian Schuppa und Rafael da Cruz nehmen einen
Verstärker fachgerecht auseinander. (Foto: Manfred Korte)
Sebastian Schuppa schräg gegenüber öffnet zur gleichen Zeit einen großen alten Verstärker. Rafael da Cruz hat ihn in einer Jutetasche angeschleppt. Sebastian, von Hauptberuf Maschinenbauingenieur, kann nach der Überprüfung keinen Fehler feststellen: "Da müsste man mal die gesamte Anlage untersuchen." Der Ingenieur bedauert, in diesem Fall keine Lösung zu finden. Zuvor hat er bereits einen Ventilator repariert. Dessen Welle: festgefahren. Der Frischluftspender dreht nun wieder seine Runde. Auch die Instandsetzung einer Fernbedienung war eine leichte Übung: Ihr User hatte die Batterien falsch herum eingelegt. Ob ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ auch für den Elektronikbereich gilt? "Je mehr der ‚Patient’ berichtet", erklärt Sebastian, "umso besser kann ich ihn unterstützen". 

Fritz Liebig 'flüstert' Heidemarie Göbbels Fahrrad heil.
(Foto: Manfred Korte)
Unterdessen schraubt Fritz (früher Bank- und Versicherungsfachmann) noch am Drahtesel seiner Auftraggeberin. Dreigangnabe und Vorderbremse hat er innerhalb von zehn Minuten eingestellt, nun einen Streifen Panzerband in der Hand. Mit ihm wird er den Riss im Schutzblech schließen. Heidemarie Göbbel ist begeistert: „Für mich ist der Fritz ein richtiger Fahrradflüsterer.“ 

Die Repair-Cafés sollen bei MARTINIerLEBEN zur festen Einrichtung werden und etwa viermal im Jahr stattfinden, das nächste bereits am 11. Oktober.

Samstag, 26. April 2014

Das ist die 'Eppendorfer Masche' - wir nehmen das Strickzeug

Auf der Ideen- und Planungswerkstatt am 5. 4. haben wir bei MARTINIerLEBEN verschiedene neue Projekte und Treffpunkte angeschoben - alles findet Ihr auf unserer Homepage unter den Arbeitsgruppen. Einen tollen Start hatten wir mit dem Strick- und Handarbeitstreff, der in Kooperation mit dem Bürgerhäuschen Eppendorf stattfindet (und IN demselben bzw. davor, wenn es wärmer wird). In der kühlen Jahreszeit suchen wir uns vielleicht ein wärmeres Plätzchen, aber erst einmal stricken wir uns durch Frühling und Sommer. Am vorigen Donnerstag waren wir bereits zu neunt und hatten es sehr lustig - und wir haben auch einen Namen für unsere Treffen gefunden: Eppendorfer Masche.

Für alle, die in Zukunft mitmachen wollen:

Eppendorfer Masche - gemeinsam stricken, häkeln, handarbeiten - immer am 3. Donnerstag des Monats von 17:00 - 20:00.
Einfach Strickzeug bzw. eigene Handarbeit mitbringen und dazukommen - für absolute AnfängerInnen haben wir Nadeln und Wolle zum Ausprobieren da - gemeinsame Projekte finden sich auch - und die KönnerInnen helfen mit Tipps, Tricks und Anleitungen. Getränke (und nach belieben Knabberkram) bitte selbst mitbringen, Geschirr und Wasserkocher vor Ort.

Ansprechpartnerin: Rika Tjakea, Tel. 48 15 48 (Kulturhaus Eppendorf), info@martinierleben.de
eine Kooperation von MARTINIerLEBEN und Bürgerhäuschen Eppendorf e.V.
Ort: Bürgerhäuschen im Eppendorfer Park (Bushaltestelle 'Eppendorfer Park')


Barrierefreiheit: das Häuschen selbst ist rollstuhlgerecht, die Toilette im Häuschen daneben hat eine kleine Stufe - wir helfen gern!

Sonntag, 13. Oktober 2013

Neuer Minijob mit Maxiwirkung

Das Bundesfamilienministerium fördert Projekte zur Unterstützung älterer Menschen im Quartier - MARTINIerLEBEN ist dabei!

Im Rahmen des neuen Programms Anlaufstellen für ältere Menschen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit über 300 Projekte ausgewählt, die das selbstständige Wohnen und Leben im Alter fördern. Angebote der Begegnung, Unterstützung und Betreuung, Projekte zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Netzwerkbildung sowie altersgerechte Anpassungsmaßnahmen ergänzen so bereits bestehende Strukturen vor Ort. Im Hilfemix organisiert leisten sie einen wertvollen Beitrag bei der Alltagsbewältigung.

Insgesamt waren mehr als 500 Interessensbekundungen eingegangen. Das verdeutlicht den enormen Bedarf an der Weiterentwicklung wohnortnaher Angebote und passgenauer Hilfen. Der Bund stellt dafür bis 2017 rund sieben Millionen Euro bereit. Nach Eppendorf wird davon zwar nur ein kleiner Teil fließen, aber immerhin: MARTINIerLEBEN kann dadurch einen neuen Minijob für die nächsten zwei Jahre einrichten, der helfen soll, mit weiteren Angeboten das Netzwerk im Quartier enger zu knüpfen und noch mehr Senioren zur Mitarbeit zu gewinnen.

In Hamburg werden neben MARTINIerLEBEN noch drei weitere Quartiersprojekte gefördert: die Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG mit dem Projekt ,Elbschloss an der Bille - Senioren und Inklusion‘ im Osterbrookviertel in Hamm, der Verein Seniorenbildung Hamburg mit dem Projekt ANNA (Altonas Nachbarschafts-Netz für Altersfragen) in Altona und die AWO mit dem Projekt ,Gut leben im Alter - Helfen und helfen lassen‘ in Heimfeld.

Für die Besetzung des Minijobs wird demnächst eine öffentliche Ausschreibung erfolgen.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Café-Projekt - erster Termin Donnerstag, 31.10. um 15 Uhr

Foto: Bürgerhäuschen Eppendorf e.V.
Unsere Zusammenarbeit mit dem Verein Bürgerhäuschen Eppendorf soll weitergehen. Der Verein, der sich um Erhalt und Nutzung des hübschen ehemaligen Toilettenhäuschens im Eppendorfer Park kümmert, bietet uns die Räumlichkeiten für ein regelmäßges öffentliches Café-Angebot im Bürgerhäuschen am Donnerstag von 15 - 17 Uhr (in den Wintermonaten findet es in der Vaterstädtischen Stiftung in der Schedestr. 2 statt).
Für die Entwicklung und Durchführung dieses Projekts ist eine eigenständige Organisationsgruppe nötig. Ideen sind bisher: Handarbeitscafé / Repair-Café / Selbermach-Café.

Ein erster Termin für alle Interessierten - ob zum Mitmachen oder nur zum zum Gucken und Kaffeetrinken - wird am Do, 31.10. von 15 bis 17 Uhr im Bürgerhäuschen von Ute Plätzer angeboten. Wer an dem Termin nicht kann, grundsätzlich aber Interesse an einer Mitarbeit hat, kann über das MARTINIerLEBEN Quartiersbüro Kontakt aufnehmen.

Samstag, 28. September 2013

Singen für Jung und Alt

Foto: Klaus Kolb
Fr, 15.11. + 13.12., 10:30 - 11:30
Im Zuge unseres generationenübergreifenden Musikprojekts ,Unter 7 über 70‘ wird es in Zukunft einmal im Monat ein gemeinsames Singen und Musizieren im Saal des Kulturhauses Eppendorf geben, zu dem Senioren herzlich eingeladen sind.
Jedes Mal wird eine Kindergruppe aus einer der umliegenden Kindertagesstätten dabei sein. Die Leitung hat die Musikgeragogin Franziska Niemann. Sie ist fasziniert von den ,musikalischen Schätzen‘, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens sammelt.
Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a

Sonntag, 21. Juli 2013

MARTINIerLEBEN Musikprojekt U7-Ü70

Heute gibt es etwas zu gucken, und zwar den neuen Film über unser aktuelles generationenübergreifendes Musikprojekt U7-Ü70. Viel Vergnügen beim Ansehen!