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Donnerstag, 25. Januar 2018

Repair-Café bei HH-Tipps.de



Das Repair-Café letzte Woche war wieder sehr gut besucht. Sechzig Menschen hatten Dinge zum Reparieren mitgebracht und wurden von 24 freiwilligen Helfer*innen und eherenamtlichen Reparaturprofis in Empfang genommen. Zwei Dutzend Gäste waren einfach so gekommen. Ob das an der Philadelphia-Torte lag?



Vielen Dank an Ralf Biemann vom Stadtportal HH-tipps.de, der einen sehr schönen Bericht darüber verfasst hat mit vielen Bildern, die etwas von der Atmo wiedergeben.




Repair Café in Hamburg-Eppendorf
Alle 3 Monate ist das Repair-Café zu Gast im Kulturhaus Eppendorf. Von 14 bis 17 Uhr bringen können die Besucherinnen und Besucher ihre kaputten Geräte mitbringen. Es funktioniert ganz einfach: Man meldet sich am Empfang an, füllt einen Bogen aus und wird dann einen der ehrenamtlichen  Technikern, Monteuren oder Helfer zugeteilt. Nun heißt es etwas warten, bis man an der Reihe ist.
Hierzu bietet sich das Café an. Leckeren und selbst gebackener Kuchen und dazu ein Getränk und schon wird es gemütlich.
Hier weiterlesen…

 

Donnerstag, 28. April 2016

Vernissage in der Schedestrasse

Mein Quartier gleich neben dir

Am 26. April 2016 gilt wirklich, was sich unser Verein auf die Fahne geschrieben hat: „Generationen gemeinsam in Eppendorf“. Punkt 15.30 Uhr strömen sie aus dem Kulturhaus in Richtung Ausstellungsort: 
Erste Ausstellungsbesucher*innen
Mitstreiter*innen von MARTINIerLEBEN (ME), einige gestandene „Models“, Studierende der Medial School Hamburg (MSH) und ihr Professor.  Der Situation angemessen hat Elisabeth Kammer eine Flasche Bitzelwasser im Gepäck. Doch bevor der Sekt noch die Runde macht, zeigt Petrus wieder, dass er die Hosen anhat: er lässt es wie aus Kübeln schütten. Das kann die gute Stimmung jedoch nicht trüben.

„Mein Quartier gleich neben dir“ - unter diesem Motto hatten sechs Studierende unter Betreuung von Prof. Dr. Jan Sonntag ihr Projekt im Februar im MARTINIerLEBEN-Café vorgestellt. Spontan meldeten sich 12 Interessierte.
Studentinnen der MSH
Wochenlang verjüngten die jungen Frauen daraufhin unser Quartier, führten teilweise bis zu drei Stunden lange einfühlsame Gespräche mit Bewohner*innen aus der Nachbarschaft. So gewannen sie sehr persönliche Einblicke in die Lebenswelt und den Alltag ihrer „Models“.  Gemeinsam wurde entschieden, welches Detail gezeigt und welche Aufschrift ihr Bild haben soll. Wichtig war auch die Klärung der Frage, ob das Antlitz auf dem Bild erscheint – oder eben nicht! Herausgekommen ist eine Ausstellung mit 13 wunderschönen Exponaten.

Giesela
Zum Beispiel Giesela: Die Bewohnerin der Bethanien-Höfe Eppendorf hatte die Picasso - Ausstellung in der Innenstadt angeschaut. Schnell ist bei den Fotografinnen, Lea und Franziska, der Blick nach draußen gewandert. „Das ist mein Fenster zur Welt“, erklärte Giesela. „Denn dort frühstücke ich morgens.“ Leider hatten die Studierenden und ihr „Objekt“ kein schönes Wetter während des Fototermins. Ein Bildbearbeitungsprogramm ermöglicht trotzdem, dass doch die Sonne aufgeht – was Giesela immer so schön findet.

Jutta
Unterdessen hat Jutta sich mit ihrem Ehering ablichten lassen. „Man muss mit Vertrauen entgegenkommen, dann wird das auch was“ – so ihre Devise. Und das gilt für die ehemalige Erzieherin gleich doppelt: zum einen hat sie lange Zeit mit schwer kriminellen Jugendlichen gearbeitet. „Mit Zuversicht konnte ich vielfach ihr Herz gewinnen“, erzählt Jutta. Zum anderen ist da noch seit 32 Jahren ihre Freundin, die seit sieben Jahren ihre Frau ist. An Ihren Interviewerinnen, Virginia und Teresa, hat ihr gefallen, dass sie trotz des Altersunterschieds so offen und interessiert gewesen sind: „Wir kamen gleich ins Gespräch.“

Prof. Sonntag
„Besonders beeindrucken mich die langen und intensiven Interviews, die die Studentinnen mit den „Models“ geführt haben, so der sichtlich stolze Professor, Jan Sonntag. Mit dem Fotoprojekt haben sie „nachbarschaftliche Beziehungen, individuelle Lebenskunst und kulturelle Vielfalt des Quartiers sichtbar gemacht“. Denn das Leben hinter historischen Fassaden mit historischem Charme geht oft mit Verschlossenheit und Allein-Sein einher.

Während der Regen auf die Ausstellungsbesucher*innen prasselt, lassen es sich einige Gäste nicht nehmen, sich mit ihren Fotos ablichten zu lassen. Dabei lüfteten gute Bekannte von ME ihr Geheimnis, dabei gewesen zu sein.

Heike
Rudolph
K.D.
Als guter Geist für MARTINIerLEBEN ist in den letzten Wochen Elisabeth Kammer unterwegs gewesen. Sie hat u.a. an den Gesprächsrunden der Studierenden teilgenommen, die Kontakte zwischen „Models“ und Studierenden hergestellt und für den Druck der Exponate gesorgt. Die Ausstellung in der Schedestraße 16 soll ein paar Wochen hängen bleiben, kündigt Elisabeth an: „Ich hoffe, dass die Laminierung hält“. Wenn alles gut geht, wird die Bildergalerie „Ich zeige mich“ im Sommer vielleicht noch auf der Stellwand am Maria-Jonas-Platz aufgehängt.

Bilder: Dieter Tretow, Text: Hans Loose